Existenzgründung

 

Frauen in Arbeit und Wirtschaft e.V. – unser Beratungsangebot

 

 

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FAW ist Partnerin des Starthauses.

 

 

 

 

 

Die Existenzgründungsberatung wird gefördert durch das Land Bremen und den EFRE.

 

Der Weg in die Selbstständigkeit ist für viele Frauen eine Möglichkeit, eigene Ideen zu verwirklichen und eine berufliche Perspektive zu entwickeln. Erfolgreiche und tragfähige Gründungen brauchen eine gute Vorbereitung.

Unsere Beratungsangebote:

  • Klärung der beruflichen und persönlichen Voraussetzungen
  • Unterstützung bei der Entscheidungsfindung Gründung oder Nichtgründung
  • Unterstützung bei der Erarbeitung eines Gründungskonzeptes
  • Informationen zu öffentlichen Fördermöglichkeiten
  • Prozessbegleitung und Einzelcoaching
  • Vermittlung an externe ExpertInnen und Institutionen aus dem Netzwerk des Starthauses.

 

Im Auftrag der Agentur für Arbeit und der Jobcenter Bremen erstellen wir bei vorliegender Tragfähigkeit fachkundige Stellungnahmen. Diese sind Voraussetzung für eine öffentliche Förderung bei Gründungen aus der Erwerbslosigkeit.

Zur Kontaktaufnahme mit uns können Sie unseren anonymen Fragebogen herunterladen, ausfüllen und uns per mail zurückschicken. Zusätzlich schicken Sie uns bitte den Bogen Kontaktdaten und Terminwunsch, der auch einen Hinweis auf unseren Datenschutz enthält. Sobald beide Unterlagen bei uns eingegangen sind, rufen wir Sie zwecks Terminabsprache an.

Kontaktdaten und Terminwunsch

Ihre Ansprechpartnerinnen:

 

 

 

Wir sind Partnerin der Gründerwoche Deutschland 2018

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So war die Auftaktveranstaltung zu den Gründungswochen in Bremen 2017 und wir waren dabei…

Unternehmerin in Teilzeit

Seminar "Gründung in Teilzeit"

Foto: Christina Kuhaupt
Frauen haben es nach Franziska Mayer schwerer, ein Unternehmen aufzubauen. Im Workshop berät sie zum Thema Teilzeit.

Gründen in Teilzeit – das ist natürlich nicht nur für Frauen ein Thema. Ganz bewusst richtet sich ein Workshop in Bremen dazu jedoch regelmäßig exklusiv an Frauen. Franziska Mayer vom Verein Frauen in Arbeit und Wirtschaft hat das Konzept erarbeitet und ist von der Idee überzeugt. Für Frauen sei es leichter, vor Frauen zu sprechen: „Die Atmosphäre ist immer sehr lebendig und offen. Die Frauen erzählen von ihren persönlichen Erfolgen und Misserfolgen, stellen viele Fragen. Was dort erzählt wird, bleibt auch da. Es gibt dort einfach nicht dieses Rumgegockel wie im Gespräch mit Männern.“

Der Workshop mit dem Titel „Teilzeitgründungen als Chance“ gab am Montag den Auftakt zu den Gründungswochen in Bremen und Bremerhaven. 22 Teilnehmerinnen kamen dazu in das Forum Kirche. Mitorganisatorin Konni Lerche, zuständig für das Thema Frau und Arbeit beim evangelischen Bildungswerk, sieht die Veranstaltung nur für Frauen als notwendigen Schonraum, der immer noch wichtig sei. Zudem gebe es für Gründerinnen andere Schwerpunkte, weil sie sich weiterhin stärker um die Familie kümmerten.

„Die Themen sind die selben: vom Marketingkonzept bis zur Finanzierung. Die Herangehensweise von Frauen und Männern bei der Gründung unterscheidet sich aber“, sagt auch Mayer. Und Mann und Frau werden nach ihrer Erfahrung außerdem unterschiedlich behandelt – zum Beispiel von Banken: „Das haben wir schon erlebt.“

Kontakte knüpfen, austauschen

Teilnehmerin Melanie Amann sieht die Vorteile der Runde: „Unter Frauen gibt es eine andere Energie im Raum. Das Verständnis gegenüber Müttern und Berufseinsteigerinnen ist anders.“ Amann hat selbst einen Sohn und kennt die Herausforderungen daher gut. Die Grafikerin will ein veganes Café mit Kulturprogramm eröffnen. In der Gastronomie habe sie bereits viel Erfahrung gesammelt. Schon an verschiedenen Stellen habe sie sich beraten lassen. „Ich sehe die jetzige Situation als Chance, die Idee, die mir schon seit Jahren vorschwebt, zu realisieren“, sagt die 37-jährige Bremerin. Das Gründernetzwerk vor Ort sei dabei sehr hilfreich. Doch nicht nur Fragen zur Buchführung und Krankenkasse machten den Workshop am Montag für sie interessant: „Ich möchte

hier Kontakte knüpfen.“

Sogar aus Düsseldorf ist eine Teilnehmerin wegen der Veranstaltung in die Villa in der Hollerallee angereist. Im Internet stieß Carolina Jiménez auf die Angebote der Gründungswochen in Bremen. Und sie sucht ebenfalls Kontakte: „Ich versuche, mich mit anderen Gründerinnen zu vernetzen. Dabei ergibt sich manchmal eine Zusammenarbeit.“ Die Stadt hat sie zudem neugierig gemacht: „In Bremen war ich noch nie.“ Derzeit arbeitet die gebürtige Spanierin in Vollzeit. Doch in Zukunft will die 33-Jährige selbstständig sein und Unternehmen in Deutschland beim Außenhandel mit Lateinarmerika sowie Spanien beraten – und andersherum. „Dabei möchte ich vor allem kleine und mittelständische Unternehmen unterstützen bei Fragen zur Logistik, dem Zoll, der Bürokratie im Land, aber auch bei kulturellen Fragen und der Sprache.“ Bereits seit ihrem 18 Lebensjahr sei sie im Außenhandel tätig. T-reta Consulting heißt ihre Firma.

Von Erfahrungen profitieren

In einer ganz anderen Branche will Teilnehmerin Karoline Schacht gründen. Die 46-Jährige arbeitet halbtags in einem Unternehmen. Dadurch ist sie zwei bis drei Tage in der Woche eingebunden. „In der übrigen Zeit mache ich, was mir sonst noch wichtig ist.“ Das hat einen Lenker und Pedale: Wenn Schacht nicht im Betrieb ist, baut sie neue Fahrräder oder repariert und gestaltet alte. Doch aus ihrem Hobby soll in Zukunft mehr werden – eine richtige Werkstatt. „Ich hab seit einiger Zeit den Wunsch, das auf professionelle Füße zu stellen.“ Deshalb hat sie einen Kurs zur Rahmenbauerin besucht. Das sei nach ihrer Recherche bisher noch eine Männerdomäne. „Schon dadurch habe ich ein Alleinstellungsmerkmal in Bremen.“ Einen Namen für ihre Werkstatt hat

Karoline Schacht schon: „Karad“. Besonders um individuelle Rennräder für Frauen will sie sich kümmern, weil die normalen Modelle für deren Bedürfnisse oft nicht passten.

Der Workshop hat Schacht gefallen. Denn schließlich könnten die Teilnehmerinnen von den Erfahrungen und Fragen der anderen Frauen profitieren. Vor allem der Part von Ulrike Boenicke-Heidmann zum Steuerrecht hat sie begeistert: „Die Frau ist eine Sensation.“ Die Steuerexpertin Boenicke-Heidmann will mit Humor die Hemmschwelle gegenüber ihrer Leidenschaft senken: „Denn vor Steuern haben alle einen gehörigen Respekt.“ Doch die Hürde Buchführung müsse eben jeder Gründer und jede Gründerin nehmen.

Vor allem sei es wichtig, darauf hinzuweisen, dass unter bestimmten Voraussetzungen kaum etwas vom Verdienst aus der Selbstständigkeit für Frauen in Teilzeit bleibe, sagt Beraterin Boenicke-Heidmann. „Manchmal bleibt fast nichts. Die Teilzeitgründung kann nur eine Phase des Ausprobierens sein, um später mehr zu arbeiten.“

In Teilzeit gründen, könnte sinnvoll sein

Für Frauen sei es immer noch schwieriger, zu gründen, sagt Franziska Mayer: „Eine Hürde ist auch, dass Frauen eine andere Selbstwahrnehmung haben. Wenn ein Mann etwas kann, dann sagt er: Super! Frauen suchen nach der nächsten Schulung und wollen noch perfekter sein. Damit stehen sie sich manchmal selbst im Weg.“ In Teilzeit, neben der Arbeit in der Familie oder im Beruf, zu gründen, könne dagegen sogar sinnvoll sein: „Wer schrittweise gründet, kann seine Zielgruppe besser kennenlernen, den Markt testen und langsam wachsen.“ Vorwiegend Frauen machten sich dabei in Teilzeit selbstständig. (…)

Dies ist ein Artikel von Lisa Boekhoff aus dem Weser Kurier vom 6.11.2017

 

 

 Außerdem:

Presseartikel über die Existenzgründungsberatung bei FAW im Weser Kurier

Schauen Sie auch einmal auf der Internetplattform Gruenderlexikon. Hier gibt es interessante Beiträge rund um das Thema Selbständigkeit von Frauen.