Pressekonferenz zum Start von Perspektive Wiedereinstieg

P R E S S E M I T T E I L U N G

 

Frauenberatungsstelle holt ESF-gefördertes Bundesprojekt nach Bremen

22.9.2015

Wer nach der Eltern- oder Pflegezeit zurück in den Beruf möchte, kann Unterstützung gut gebrauchen. Das Modellprogramm „Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen!“, gefördert durch den Europäischen Sozialfond (ESF) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), bietet Frauen und Männern kostenlose Beratungs- und Coachingangebote für den beruflichen Wiedereinstieg. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein abgeschlossenes Studium oder eine Berufsausbildung und ein familienbedingter Ausstieg aus dem Erwerbsleben von mindestens einem Jahr.

Perspektive Wiedereinstieg ist kein neues Projekt: Seit März 2008 wurde das Vorgängerprogramm „Perspektive Wiedereinstieg – Bereit für neue Wege“ bereits erfolgreich umgesetzt. In Bremen wurden 570 TeilnehmerInnen ins Projekt aufgenommen und jeweils für mindestens sechs Monate begleitet. Davon kehrten etwa 65 Prozent zurück in die Berufstätigkeit bzw. Selbstständigkeit oder nahmen an beruflichen Qualifizierungen teil.

Das aktuelle Programm startete am 29.06.2015 bundesweit an 23 Modellstandorten. In Bremen übernimmt die Beratungsstelle „Frauen in Arbeit und Wirtschaft e.V.” (FAW) die Umsetzung. FAW war bereits in den beiden vorherigen Förderperioden maßgeblich an der Realisierung beteiligt und kooperiert mit der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven, Impulsgeber Zukunft e.V., dem Jobcenter Bremen und der Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF).

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„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, das erfolgreiche Projekt „Perspektive Wiedereinstieg” für mehr als drei Jahre nach Bremen zu holen”, so FAW-Geschäftsführerin Doris Salziger. „Mit dem Programm erweitern wir die zentrale Frauenberatung um ein passgenaues Beratungsangebot für Frauen und Männer nach der Familienphase und unterstützen sie bei einem gelungenen Neustart.” „Erfreulich ist außerdem”, so Salziger „dass das Projekt auch offen ist für Menschen mit Pflegeverantwortung, die einen beruflichen (Teil-)Ausstieg in Betracht ziehen oder bereits vollzogen haben.”

Gut ausgebildeten Frauen und Männern, die nach einer familienbedingten Unterbrechung zurück in ihren Beruf kehren möchten, bietet das ESF-Programm qualifizierte Unterstützungsmöglichkeiten für ihren Wiedereinstieg. “Damit wird nicht nur dem Fachkräftemangel entgegengewirkt”, so der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Martin Günthner, „sondern dieses Angebot unterstützt auch den Standort Bremen als familienfreundliches Bundesland”.Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven, Dr. Götz von Einem: „Wir freuen uns, dass das ESF-Programm Perspektive Wiedereinstieg in Bremen von dem bisherigen Träger Frauen in Arbeit und Wirtschaft (FAW) umgesetzt wird und wir unsere erfolgreiche Kooperation fortsetzen können. Der Programmschwerpunkt „Potenziale erschließen“ knüpft an die Zielsetzung der Bundesagentur für Arbeit an, die Erwerbschancen von Frauen zu erhöhen. Gemeinsam mit den PWE-Projektverantwortlichen kann es uns gelingen, noch mehr Frauen zu erreichen, um sie bei der Suche nach geeigneter Qualifizierung oder sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zu unterstützen.”Helmut Westkamp, Geschäftsführer des Jobcenters Bremen, weist darauf hin, wie wichtig gezielte Beratungsangebote sind: „Umfassende, persönliche Beratung und eine längere Begleitung erleichtern den Einstieg in Beschäftigung, gerade nach Elternzeit und bei Betreuungspflichten. Wir freuen uns, dass das Projekt “Perspektive Wiedereinstieg” weitergeführt wird. Das Projekt ist ein sinnvoller Baustein im Angebot an unsere Kundinnen und Kunden, der die Beratungsleistungen des Jobcenters ergänzt.”Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe sieht durch die Verlängerung des ESF-Programms eine große Chance, um Frauen vor einer möglichen Altersarmut zu schützen: „Das Armutsrisiko eines Menschen steht und fällt mit seiner Erwerbsarbeit. Gerade Frauen, die für Betreuungs- oder Pflegearbeit aus ihrem Beruf ausgestiegen sind, tragen ein hohes Armutsrisiko: Viele trauen sich dann den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt trotz guter Ausbildung nicht zu, viele verharren im Minijob, wohl wissend, dass ihre Zukunftsperspektiven schlecht sind und Altersarmut geradezu vorprogrammiert ist. Das Programm Perspektive Wiedereinstieg bietet ihnen die Unterstützung und Orientierung, die sie brauchen: Passgenau, Schritt für Schritt begleitet von erfahrenen Expertinnen nähern sich Frauen dem Arbeitsmarkt wieder an, holen Qualifizierungen nach, finden neue Wege und vielfach eine existenzsichernde Beschäftigung. Gerade Bremen mit seinem hohen Anteil an arbeitslosen Alleinerziehenden braucht Programme wie Perspektive Wiedereinstieg, deshalb bin ich sehr froh, dass wir nun in die dritte Runde dieses erfolgreichen Programms gehen können.”

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Das Projekt „Perspektive Wiedereinstieg – Bremen“ wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Dieses ESF-Programm wird in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen des Aktionsprogramms „Perspektive Wiedereinstieg“ umgesetzt.

 

Kontakte und Termine

Interessierte Frauen und Männer können sich im Internet unter www.faw-bremen.de/perspektive-wiedereinstieg/ oder unter www.facebook.com/GesuchtGefundenBremen weiter informieren. Bundesweite Infos erhalten Sie unter www.perspektive-wiedereinstieg.de

Gerne stehen Ihnen auch die Casemanagerinnen Frau Christiane Goertz (Tel.: 0421.169 3723) und Frau Annette Koch (Tel.: 0421.169 3722) für konkrete Nachfragen oder für die Vereinbarung eines kostenfreien und persönlichen Gesprächstermins zur Verfügung.