Netzwerk Alleinerziehende in Bremen

Über das Netzwerk

Koordinierung und Finanzierung

Das Netzwerk Alleinerziehende in Bremen ist ein Zusammenschluss von Akteur:innen, Einrichtungen und Projekten, die in Bremen mit ihren Angeboten Einelternfamilien unterstützen und deren Situation verbessern. Die Koordinierung des Netzwerkes liegt seit Januar 2019 bei Frauen in Arbeit und Wirtschaft e. V., Koordinatorin ist Lisa Fuchs.

Die Koordinierungsstelle wird durch den Europäischen Sozialfond (ESF) und die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa gefördert.

Regelmäßiger Austausch

Das Netzwerk trifft sich in circa dreimonatigen Abständen und ist offen für Fachkolleg:innen aus allen Bereichen. Zwischen den Netzwerktreffen arbeiten Arbeitsgruppen weiter an Themen, die intensiviert werden sollen. Jedes Treffen findet zu einem vorher festgelegten Thema statt.

Das Netzwerk bietet ein Forum für den themenzentrierten, fachlichen Austausch, teilweise mit Referent:innen, und zur Erarbeitung von Stellungnahmen und/oder Projekten. Durch die Netzwerkarbeit sollen einerseits die Hilfs- und Unterstützungsangebote zu unterschiedlichen Themenbereichen übersichtlicher gemacht werden. Andererseits können (neue) Bedarfe für neue oder andersartige Angebote aufgedeckt werden.

Das Netzwerk hat sich auch zum Ziel gesetzt, auf die Situation von Alleinerziehenden in Bremen aufmerksam zu machen, deren Anliegen an Verantwortliche in Politik und Verwaltung heranzutragen und Lösungsvorschläge zu unterbreiten.

Bisher (Stand November 2022) haben 14 Netzwerktreffen zu folgenden Themen stattgefunden:

  • Netzwerkgründung, Definition von Themen und Zielen
  • Kinderbetreuung
  • Gesundheit und Prävention (2 Treffen)
  • Auswirkungen der Corona-Pandemie
  • Wohnen (2 Treffen)
  • Austausch/Netzwerken
  • Arbeitsmarktintegration, strukturelle Gegebenheiten
  • Alleinerziehende aus Westafrika
  • Umgang mit knappen finanziellen Ressourcen, Beratungs- und Bildungsangebote
  • Arbeitgeber:innen und Alleinerziehende
  • Digitalisierung und Medienkompetenz
  • Ein-Eltern-Familien und Armut

Protokolle/Zusammenfassungen sind hier zu finden (geschützter Link für alle Netzwerkteilnehmer:innen).

Das nächste Netzwerktreffen findet am 8. Dezember 2022 statt.

Aktuelles

Am 28. September 2022 fand unser 14. Netzwerktreffen statt. Thema: „Ein-Eltern-Familien und Armut“.

Folgende Fragen standen im Fokus:

  • Wie entwickelt sich Armut in Bremen (allgemein und stadteilbezogen)?
  • Welche Faktoren tragen dazu bei, dass Ein-Eltern-Familien (auch trotz Erwerbstätigkeit) besonders häufig arm sind?
  • Was muss Politik zielgerichtet für Ein-Eltern-Familien tun?
  • Welche Auswirkungen und Alltagsherausforderungen gibt es konkret für diese Familien?
  • Wie unterstützen die Mitarbeiter:innen in den Einrichtungen? Gibt es weitere Unterstützungs- und Einflussmöglichkeiten des Netzwerkes?

Thomas Schwarzer von der Arbeitnehmerkammer Bremen berichtet in einem Impulsreferat über die Entwicklung im Land Bremen: Wie hat sich die Armutsstruktur in den Bremer Quartieren entwickelt und bundesweit und entwickelt sich der Kita-Ausbau in Bremen.

Blick zurück

  • Am 24. Juni 2022 fand unser 13. Netzwerktreffen statt. Thema: „Digitalisierung und Medienkompetenz“. In zwei Impulsreferaten ging es darum, wie sehr die Digitalisierung den Beratungsalltag verändert und wie es für die Ratsuchenden in den Einrichtungen aussieht.
    • Andrea Quick von der ZGF Bremen zeigt, wie sehr die Lücke zwischen Männern und Frauen klafft, wenn es um die Digitalisierung geht – und zwar über alle soziodemografischen Merkmale hinweg. Die geschlechtergerechte Gestaltung des digitalen Wandels kann nur dann gelingen, so Andrea Quick, wenn Männer und Frauen gleichermaßen sowohl an der Technikgestaltung als auch der Entwicklung beteiligt sind. Gelingt das nicht, würden bestehende Ungleichheiten verschärft.
    • Dr. Christina Sankow von Frauengesundheit in Tenever berichtet in einem Impulsvortrag von dem Projekt „Digital Empowerment – Wege der Gesundheitsförderung für alleinerziehende Frauen“, das sie seit März 2021 leitet. Sie vermittelt den Frauen im Stadtteil nicht nur praktisches Medienwissen, sondern legt viel Wert auf das Thema Datensicherheit. Leider sind die technischen Voraussetzungen in Tenever nicht optimal, was wiederum die praktische Arbeit erschwert.

Alleinerziehende während der Corona-Pandemie

Umfrage Alleinerziehende während der Corona-Pandemie

Begleitend zu dem Thema „Auswirkungen der Corona-Pandemie“ wurde in einer Arbeitsgruppe ein Fragebogen für eine Umfrage entwickelt.Mit dieser Umfrage hat das Netzwerk Alleinerziehende in Bremen mit Fragen zu den Bereichen Gesundheit, Beruf/Beschäftigung, Finanzen, Wohnen, Bildung und Familie/soziales Leben ein Meinungsbild von den Alleinerziehenden eingeholt.

Erste Ergebnisse können in der Kinderzeit Januar/Februar 2021 nachgelesen werden.

Die vollständige Auswertung der Umfrage ist hier zu finden.

Stellungnahmen zum Thema

Teilnehmende des Netzwerks erarbeiten regelmäßig Stellungnahmen, die an die zuständigen politischen Behörden weitergeleitet werden. Es wurden bisher drei Stellungnahmen erarbeitet, die hier zu finden sind:

Stellungnahme  zum Thema Kinderbetreuung

Stellungnahme zum Thema Gesundheit und Prävention

Stellungnahme zum Thema Auswirkungen der Corona Pandemie

Projektstart

Auftaktveranstaltung am 01.04.2019

Am 1. April war es nun so weit: ein großer Teil der Netzwerkpartner*innen traf sich in den Räumen des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen. Die Teilnehmer*innen kamen aus vielen verschiedenen Initiativen und Organisationen, die alle eines gemeinsam haben: sie setzen sich ein, um die Lebensbedingungen der Einelternfamilien zu verbessern. Das Ziel dieses ersten Treffens war es, die zukünftigen Arbeitsinhalte und Ziele des Netzwerks zu definieren und aus den gesammelten Themen konkrete Schritte zu erarbeiten.

Erstes Netzwerktreffen
Austausch bei der Auftaktveranstaltung am 1.4.2019 © Suse Lübker

Ihre Ansprechpartnerin:

Lisa Fuchs

Koordinatorin Netzwerk Alleinerziehende

Telefon: 0421 16937-15

E-Mail: lisa.fuchs@faw-bremen.de

Dieses Projekt wird durch die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.